Haptische Entwicklungsförderung

Die andere Lernhilfe

Institut für Gesundheitsbildung Ute Vetter

 

 

Sensorische Integration

 

Durch die Haptik der Hände entstehen immer neue neuronale Verknüpfungen im Gehirn.

 

Führende GEHIRNFORSCHER wie Prof. Spitzer und NEUROBIOLOGEN wie Prof. Hüther bestätigen inzwischen den folgenden neurophysiologischen Hintergrund der Arbeit am Tonfeld®

 

Sensorische Integration und Neurophysiologie


Von Geburt an nehmen wir im Berühren und Zugreifen mit den Händen uns selbst, die anderen und unsere Umgebung wahr (Sensorik).

Die sensorischen Nervenenden der Hände und der Haut melden über die Nervenleitbahnen alles Wahrgenommene an den sensomotorischen Rindenbereich im Gehirn, in dem die Hände und die einzelnen Finger, gegenüber dem restlichen Körper, den größten Raum einnehmen.

 

Dort werden diese Informationen verarbeitet, zugeordnet, gespeichert und zur Ausführung von Bewegung (Motorik) und Orientierung wieder aktiviert. Dieses Verarbeitungssystem wird Sensorische Integration genannt. Diese sensorische Integration (SI) ist einer der wichtigen Bausteine in der Betrachtung der Haptik der Hände.

 

 

Grundlage für die Fähigkeit zu Greifen ist die Entfaltung der Basis-oder Nah-Sinne: Hautsinn, Gleichgewicht und Tiefensensibilität.

 

Je nachdem, wie sich diese Sinne in der Entwicklung entfalten oder nicht entfalten konnten, hat das sowohl eine Auswirkung auf die sensomotorische Entwicklung, als auch auf die Emotionalität und das soziale Verhalten bzw. die soziale Eingliederungsfähigkeit.


Dem Hautsinn entsprechen die Themen Berührung, Kontakt, Vertrauen, Nähe und Distanz, sowie die „mütterlichen Funktionen“ Halt und Geborgenheit, die das grundlegende Erleben jedes Menschen in den ersten Wochen und Monaten prägen.

 

Dem Gleichgewichtssinn entsprechen die Themen Orientierung, soziale (Ein-)Ordnung, Elternbilder, emotionale Sicherheit in den beiden Eltern, Verlässlichkeit und Selbstempfinden, wobei das Rechts-Links-Gleichgewicht eine wichtige Voraussetzung für die körperliche Aufrichtung ist.

Der Propriozeptivität und Tiefensensibilität entsprechen die Themen Widerstand, Aufrichtung, Gegenüber, Positionierung, die „väterlichen Funktionen“; Erfahrungen, die das Handlungs- und Beziehungserleben gestalten.


Das Greifen erfordert eine gute Integration und Koordination in der Haptik.

 

Erst wenn sich alle Basis-Sinne entfalten konnten, wird es der Hand möglich zu greifen und aus der Fläche des Materials zu nehmen.

 

© Ute Vetter