Haptische Entwicklungsförderung

Die andere Lernhilfe

Institut für Gesundheitsbildung Ute Vetter

 

 

Haptische Entwicklungsförderung:

über Greifen und Begreifen - Nachreifen


Über das Greifen und Begreifen entsteht ein Nachreifeprozess in der basalen Entwicklung des Kindes (gleiches gilt für Jugendliche und Erwachsene).


So fördern die Greifakte, Bewegungen und Berührungen im Ton das Reifen der Beziehungsfähigkeit, das Reifen der kognitiven Fähigkeiten und das Verankern des Selbstempfindens in räumlicher und zeitlicher Dimension.

Dies stärkt die vitale Basis, die Handlungsfähigkeit und schafft Sicherheit und Kompetenzempfinden. Daraus resultiert auch eine Sicherheit in der Emotionalität, die Kinder gewinnen Vertrauen, können sich öffnen, beginnen sich und ihre Bedürfnisse und Erlebnisse auszudrücken und finden ihre eigene Sprache.


© Ute Vetter

 


Das Gesunde stärken - die Aufgabe der Begleitung

 

Die Intention bzw. die Entwicklungsausrichtung, die sich in der Haptik der Hände zeigt, wird durch die Begleitung in der Arbeit am Tonfeld® zur Entfaltung angeregt.


Die Arbeit am Tonfeld® ist daher

eine Haptische Lernhilfe und

Strukturelle Entwicklungsförderung.


Sie ist eine Methode, die gezielt mit den angelegten Entwicklungsmöglichkeiten der Haptik arbeitet, die in den Handbewegungen sichtbar werden.


Im Ausdruck der Handbewegungen (Haptik) werden die Bedingungen, Verhinderungen und Erfahrungen des Lebens ebenso sichtbar, wie die Potentiale und Entwicklungsmöglichkeiten, bei Kindern genauso wie bei Erwachsenen.

 


Dabei steht das Tonfeld stellvertretend für die Art und Weise, wie dem Kind, dem Jugendlichen, oder dem Erwachsenen die Welt erscheint bzw. wie sie durch die haptische Berührung und Bewegung der Hände wahrgenommen werden kann.


Es besteht die Möglichkeit sich etwas herausnehmen zu können, seinen eigenen Platz zu finden, etwas über den Rand hinaus zu setzen.

 

In der Begleitung unterstütze, bestätige und ermutige ich die Aktivitäten am Tonfeld und stabilisiere so den Handlungsprozess. Daraus erwächst Sicherheit und Beziehungsgewissheit, kann Zuversicht und Zutrauen in das eigene Handeln gewonnen werden und Selbstvertrauen und soziale Kompetenz können sich so entwickeln und auch in den Alltag integriert werden.

 

Über die Haptik im Greifen und Tasten lernen die Kinder bzw. Jugendlichen sich in ihrer alltäglichen Welt zu orientieren, sie zu begreifen und sie so zu gestalten, wie es ihrem Bedürfnis entspricht.

 

© Ute Vetter


Artikel Arbeit am Tonfeld für Elternratg
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